Restlos gut

Restlos gut
AT Verlag
Hugh Fearnley-Whittingstall
336 Seiten
Bewusst einkaufen, Reste kreativ verwerten, einfach clever kochen. Rezepte aus dem River Cottage.

Reste können wunderbar inspirierend sein. Ein paar trockene Käsestücke, ein Rest vom Sonntagsbraten, ein halber Becher Sahne, altbackenes Brot - gekonnt und einfallsreich kombiniert, werden aus wenigen schlichten Zutaten im Handumdrehen kreative neue Gerichte. Sparsam und nachhaltig, dabei ganz entspannt und arbeitssparend.

Art.Nr.: 26163

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REZENSION

Es gibt Autorinnen und Autoren deren Bücher man einfach kaufen kann, weil sie mit großer Wahrscheinlichkeit eine Bereicherung fürs Kochbuchregal sind. Hugh Fearnley-Whittingstall gehört definitiv dazu. Nach seinen Alltime-Favourites „3 gute Dinge“, „Täglich vegetarisch“ und „Noch mehr vegetarisch“ macht er sich mit seinem neuen Buch „Restlos gut“ an die Restlverwertung.



Bewusst einkaufen, Reste kreativ verwerten und einfach clever kochen lässt heute viele Menschen nicht mehr kalt, die die maßlose Verschwendung von Lebensmitteln nicht mehr einfach hinnehmen möchten. Doch was tun mit übrig gebliebenem Fisch, Resten der Pasta und dem Zuviel an Wurzelgemüse? Hugh hat die Antwort.



So rät er beispielsweise den knotigen, harten Brokkolistrunk, der in der Regel weggeschmissen wird, zu schälen, fein zu hobeln und zu einem raffinierten kleinen Salat zu verarbeiten. Oder er füllt ein Omlette mit übrig gebliebenen Spaghetti Bolognese. Aus Erdäpfelpüree macht er Erdäpfelpuffer, aus Gemüseschalen herrliche Suppen und knusprige Fischhaut verwendet er wie ein Gewürz als Garnitur für Salate oder als Speckersatz für Sandwiches.



Aber beginnen wir am Anfang: Zuerst geht es einmal darum die Reste zu planen. Denn diese ergeben sich nur zum Teil von selbst. Hugh erklärt uns wie man vorsätzlich für Reste sorgt. Das beginnt bei Einkauf, Zubereitung und Lagerung und geht über in die Basics der Resteküche mit Basisrezepten und Ideen für Brühen, Suppen, Salate, Tartes, Pfannengerichte, Currys und Schichtdesserts, um nur einige zu nennen.



Den größten Teil nehmen dann die eigentlichen Rezepte ein, die in Fleisch, Fisch, Wurzelgemüse, Gemüse und Salat, Brot, Pasta und Hülsenfrüchte, Reis, Michprodukte, Eier und Obst gegliedert sind. Ein eigenes Kapitel ist den Resten vom Weihnachtsessen gewidmet und eines dem Vorratsschrank. Selbst andere Verwendungen für Reste sind angeführt, wie etwa was sich mit Zitrus- oder Nussschalen anstellen lässt. Und auch die Auflistung der wichtigsten Zutaten im Vorratsschrank finden hier Platz.



Ein alphabetisches Register nach Zutaten führt schnell zum gewünschten Rezept. Für die bessere Übersicht sind die Seitenränder der einzelnen Kapiteln mit unterschiedlichen Farben und dem Namen des Kapitels versehen. In den Zutatenlisten der Rezepte sind die entsprechenden Reste ebenfalls farblich markiert. So findet man sich leicht zurecht und verwandelt ein Brathendl schnell mal in ein Frikassee, das sich weiter in eine Pastete verarbeiten lässt.



Zahlreiche Tipps und Alternativen sorgen für zusätzliche Inspiration und neue Variationen. Dafür muss man nicht professionell kochen können und auch kein Organisationstalent sein. Hughs Buch ist das Instrument zur neuen Menüplanung, denn es macht einfach Freude den Lebensmitteln Respekt zu erweisen, um es mit seinen Worten zu sagen.
So kocht man nicht nur sparsam und nachhaltig, sondern auch entspannt, arbeitssparend und mit gutem Gewissen.

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