Lissabon

Lissabon
Prestel Verlag
Nuno Mendes
372 Seiten
Lisboeta - Rezepte und Geschichten aus der Stadt des Lichts.

Das Kochbuch Lissabon von Autor und Chefkoch Nuno Mendes ist eine Hommage an seine Heimatstadt und zeigt seine tiefe Verbundenheit mit der Hauptstadt Portugals. Er erzählt über die Besonderheiten lokaler Fischsorten, über kulinarische Einflüsse aus anderen Kulturen, oder über den gastronomischen Eigenheiten verschiedener Stadtviertel. Atmosphärische Bilder und authentische Rezepte runden diese Liebeserklärung an die Stadt des Lichtes gekonnt ab.

Art.Nr.: 25916

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REZENSION

Lissabon ist schon lange kein Geheimtipp mehr wenn’s ums Reisen geht, aber seit einiger Zeit steht nun auch die Kulinarik dieses extrem vielseitigen Landes im Fokus. Die Puddingtörtchen pastéis de nata oder Gerichte mit Bacalhao sind schon längst über die Grenzen des Landes bekannt. Aber in diesem Buch versucht uns Chefkoch Nuno Mendes, ein gebürtiger Portugiese und „Lisboeta“, nicht nur die Küche seiner Heimatstadt näher zu bringen, sondern auch die Kultur und Geschichte der Stadt des Lichtes. Eindrucksvoll hat er einen gut 300 Seiten starken Kunstband geschaffen, der in jedem der darin blättert sofort Fernweh weckt.

Das Buch ist in sieben kulinarische Kapitel aufgebaut, von Gebäck, über Snacks, Mittagessen, kleine Teller, bis hin zu Abendessen, Nachspeisen und Sandwiches. Es findet sich hier aber noch eine weitere Besonderheit, nämlich den Wunsch des Autors uns auch die Kultur Lissabons näher zu bringen. Zwischen den eigentlichen Kapiteln sind noch weitere versteckt, genannt „Geschichten aus Lissabon“. Diese kurzen Heftchen in etwas kleinerem Format sind in das Buch eingebunden und bringen uns bestimmte Aspekte der Lebensart der „Lisboetas“ näher, so zum Beispiel die Café-Kultur oder das Strandleben.

Besonders hervorheben möchte ich das Kapitel zu den kleinen Tellern. Auch genannt „petiscos“, sind diese kleinen Gerichte seit langem in der portugiesischen Esskultur verankert und wollen eher den kleinen Appetit, als den großen Hunger stillen. Meist teilt man sich diese Häppchen am späteren Nachmittag und trinkt dazu ein kaltes Bier oder einen trockenen „vinho verde“. Mittlerweile nehmen speziell junge portugiesische Köche das Konzept der „petiscos“ gerne auf und entwickeln die Klassiker weiter, immer an der Jahreszeit orientiert und mit individueller Note. Besonders spannend finde ich gegrillte Makrele auf geschmolzenen Tomaten oder den Brunnenkressesalat mit Fenchel und Orange.

Etwas das meinen Gaumen auch speziell erfreut, wer hätte das gedacht, sind die Nachspeisen. Wie schon vorher erwähnt, gibt es nicht nur „pastéis de nata“, sondern auch allerlei andere süße Köstlichkeiten, wie zum Beispiel Betrunkene Feigen mit Pistazien und Sahne, oder Karamell-Walnuss-Mousse.

Dieses Buch besticht dieses Buch durch seine schlichte Ästhetik, die atemberaubende Arbeit des Fotografen Andrew Montgomery und durch die wundervollen Rezepte, die einem sofort Lust machen ein Flugticket nach Lissabon zu buchen.
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